Dynamisches DNS: Mehr Flexibilität bei der Wahl des Anbieters

Meine FRITZ!Box baut ein VPN zu einer anderen FRITZ!Box auf und dafür müssen beide Boxen die öffentliche IP der jeweils anderen kennen.
Da die beiden Geräte ca. 460km (Luftlinie) auseinander stehen, ist eine funktionierende VPN-Verbindung für mich relativ wichtig.

Seit über zehn Jahren habe ich bei Dyn (damals noch DynDNS) eine Third-Level-Domain, um – zum Beispiel zum Aufbau des oben genannten VPN – die aktuelle öffentliche IP meines Routers zu kennen. Doch Mitte Mai hat Dyn mir per E-Mail ein „SLA Update For Dyn Non-Paid Users“ geschickt. Darin heißt es:

Starting now, if you would like to maintain your free Dyn account, you must now log into your account once a month. Failure to do so will result in expiration and loss of your hostname. Note that using an update client will no longer suffice for this monthly login. You will still continue to get email alerts every 30 days if your email address is current.

Für zahlende Kunden existiert diese Einschränkung natürlich nicht, aber nach der Aktion will ich das nun wirklich nicht werden.
Mitte Juni kam dann die erste Ankündigung, dass ein Hostname abläuft, sofern kein Login erfolgt:

Free hostnames must be updated every 30 days to remain active. Inactive hostnames will expire and be deleted. If you wish to prevent the hostname(s) from expiring, please visit the link below: https://account.dyn.com/eml/expatconf/5/****************

Also eigentlich alles halb so wild, denn das bloße Anklicken des Links reicht völlig aus.

Trotzdem kann Dyn natürlich jederzeit den Druck erhöhen und das Intervall verkürzen, ein echtes Einloggen mit Benutzername und Kennwort verlangen oder die kostenlosen Accounts völlig abschaffen.
Das ist zwar reine Spekulation, aber irgendwie ist bei mir das Vertrauen in die Firma und ihre Dienste erheblich beschädigt.
Also rüste ich mich schonmal für den Ernstfall… 😉

Bei Domainfactory kann man die Nameserver-Einträge für seine Domains in weiten Teilen bearbeiten.
Ich bin (seit etwa acht Jahren) zufriedener Kunde und habe genau das bei einer meiner Domains getan.

Im Kundenmenü gibt es unter „Für Profis“ den Punkt „Nameserver-Einstellungen“.
Neben der Third-Level-Domain führt der Button „Editieren“ zu den eigentlichen Nameserver-Einstellungen.

Unten einen „Eintrag hinzufügen…“ und die gewünschte Subdomain, z.B. „vpn“ vom Typ „CNAME“ eintragen.
Als „abweichendes Ziel“ den Hostnamen beim bevorzugten DDNS-Anbieter eintragen.
Speichern, warten, je nach Geduld ab und zu mal anpingen, glücklich sein!

Ich habe für jede FRITZ!Box eine Subdomain und natürlich auch je einen Hostnamen bei Dyn eingerichtet. Als Dyn-Backup dient mir momentan je ein Hostname bei no-ip, aber auch da bin ich natürlich nicht festgelegt.
Fällt ein Hostname weg, muss ich den neuen nur bei Domainfactory eintragen und dafür sorgen, dass die FRITZ!Box dort ihre IP mitteilt.

Wer noch kein Domainfactory-Kunde ist, sollte sich den Tarif DomainManager mal anschauen und bei Interesse hier bestellen.
Ohne Second-Level-Domain ist der Tarif kostenlos, aber es ist trotzdem eine Third-Level-Domain inklusive.

„Domain jetzt bestellen“ wählen (mit „Domain später bestellen“ habe ich es nicht geschafft, nachträglich die kostenlose Third-Level-Domain zu ergänzen).

Kostenlose Third-Level-Domain auswählen und Verfügbarkeit abfragen.
Sobald eine verfügbare Third-Level-Domain gefunden wurde, kann diese bestellt werden.
Dann nochmal den Warenkorb prüfen (Monatspreis sollte 0,00 € sein) und zur Kasse gehen.
Weiterleitungsziel setzen, wenn nötig – für meine Zwecke ist es das allerdings nicht.

Bestellvorgang abschließen – fertig. Das geht übrigens auch für Bestandskunden und der Auftrag reiht sich im Kundenmenü bei den anderen Aufträgen ein. Die CNAME-Einträge sind dann eben noch ein wenig länger: vpn.3rdlevel.2ndlevel.toplevel

2 Antworten auf „Dynamisches DNS: Mehr Flexibilität bei der Wahl des Anbieters“

  1. Sorry, aber mir wird nicht ganz klar, was du jetzt für einen Vorteil hast. Du hast doch lediglich noch eine Weiterleitung über die dyn-Adresse gepackt. Fällt der dyn-Dienst aus – führt auch die domainfactory-Adresse ins Nirvana. Die Fritzbox müsste sich direkt bei Domainfactory „melden“ können, dann wäre es perfekt. Oder habe ich dich nicht recht vertsanden? Gruß Galen

  2. Das wäre auch für mich die angenehmste Lösung, aber geht leider meines Wissens (noch?) nicht.
    Sollte einer der aktiven dynamischen Hostnamen „sterben“, muss ich jetzt wenigstens weder auf den Fritz!Boxen, noch auf den Endgeräten (Laptop, Smartphone, Tablet) an den VPN-Einstellungen fummeln. Ich habe hinter beiden Boxen sowieso je einen Windows-Server laufen und da den Updater von no-ip als Service eingerichtet. Sollten mir wirklich auf einer Seite beide Hostnamen verloren gehen, spreche ich am jeweiligen Standort kurz auf den AB und lese die IP aus dem Header der an mich geschickten Email… 😉
    Solange d)f keinen Mist baut, bin ich damit meines Erachtens auf der sicheren Seite.

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